Mein Weg
Dankbar schaue ich auf ein von Höhen und Tiefen, harten Niederlagen und wunderschönen Erfolgen geprägtes Leben. In all diesen Erfahrungen liegt die Basis meiner Arbeit.
Meine Ursprungsfamilie wurde durch den Weltkrieg und seine Folgen geprägt. Eine wundervolle, warmherzige Mutter und ein schwer traumatisierter Vater sorgten für meinen inneren Kampf, der viel kostete. Am Ende hat wohl meine Mutter gewonnen, ihr Andenken bedeutet mir unendlich viel.
Ich wurde im Juni 1960 geboren, musste aufgrund meines rebellischen Verhaltens früh das Gymnasium verlassen und verlor mich in einer Odyssee der Erfolglosigkeit. Ich arbeitete unter anderem als Buchhändlerlehrling, Lagerarbeiter, Zaunbauer, Bauhelfer, LKW Fahrer und Supermarkt-Kassierer. Dauerhafte Betäubungs-Versuche wurden zur Regel. Mit viel Einsatz holte ich Hauptschulabschluss, mittlere Reife und das Abitur nach. Meine Zivildienstzeit verbrachte ich an einer Schule für geistig Behinderte und es beglückte mich zutiefst, mit diesen herzlichen Kindern arbeiten zu dürfen. Das Studium der Sportwissenschaft finanzierte ich durch Umzüge und der Gründung einer florierenden Gartenbaufirma. Mit Freude und Eigenleistung habe ich Häuser und Sportstudios gebaut und saniert. Als Referent und Prüfer arbeitete ich lange in der deutschlandweiten Trainerausbildung eines großen Bildungs-Institutes und veröffentlichte in Fachzeitschriften. Nach einem schicksalhaften Vermögensverlust durfte ich dann aber mit dem ganzheitlichen Gesundheitszentrum Kornblum einen Lebenstraum verwirklichen. Hier fand mein 1992 gegründetes Sport- und Reha-Studio nach einer langen Reise endlich den eigenen, sicheren Hafen. Inzwischen gehört es meiner Tochter, seit über 10 Jahren arbeiten wir zu meiner großen Freude zusammen.
Familie
Meine Frau und ich durften drei Kinder ins Leben begleiten, wir sind auch mehrfach Großeltern. Unsere Familie mit allen, die dazugehören, ist mir kostbar, und eine Hoffnung liegt darin, diesem Mikrokosmos Impulse geben zu können, die einen Zusammenhalt stärken, der mir selbst lange gefehlt hat. Auch wenn es bei uns ständig drunter und drüber geht, wie in allen lebenden Systemen, sehe ich hier das große Geschenk meines Lebens. Als Sohn eines Flüchtlings, der alles verloren hatte, war der Hausbau für meine Kinder eine Lebensaufgabe für mich.
Die berufliche Entwicklung
Der Gesundheitssport und seine Grenzen führten mich zur intensiven Auseinandersetzung mit Medizin und Psychologie. Lange Jahre habe ich mich mit komplementärmedizinischen Themen beschäftigt und diverse Fortbildungen besucht. Die Psychosomatik leitete mich dann zum systemischen Verständnis menschlichen Zusammenlebens und der fantastischen Wirkung der Aufstellungsarbeit. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für die positive Wandlung meines Lebensweges und sehe in dieser Arbeit die große Chance, Menschen auf ihrem Weg zur eigenen Stärke zu begleiten. Ihre Erleichterung erscheint mir als höchster Lohn.
Die zweijährige Ausbildung zum zertifizierten Aufstellungsleiter absolvierte ich bei einem Hellinger-Schüler der ersten Generation, in München setzte ich mich mit der Trauma-Arbeit von Professor Franz Ruppert auseinender. Ich habe an unzähligen Aufstellungen bei diversen Leitern teilgenommen, um dann einen ausgeprägt individuellen Weg einzuschlagen. Ich versuche, Demut und Bodenständigkeit in meine Arbeit einfließen zu lassen und hoffe, dass es mir gelingt.
